240918

Wäre ich nicht schon kalt, würde ich jetzt innerlich erfrieren.

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150918

Es ist so viel passiert in letzter Zeit. Und doch sehr wenig. Ich kreise eher im Kreis und komm nicht voran. Kein Schritt vor, zwei Schritte zurück. Manchmal droht es mich zu erdrücken. Manchmal versuche ich drüber hinaus zu wachsen. Doch am Ende des Tages bin ich nur ängstlich und verunsichert und weiß nicht weiter mit meinem Leben.

Aber so ist das eben.

110818

Wir zerstören heute dein Zuhase. Wir hauen es in Stücke. Wir zerren die Eingeweide ans Tageslicht und werfen sie weg. Ein paar können wir vielleicht noch verkaufen. Ein paar behalten wir selber. Jeder braucht Eingeweide zum Überleben. Organe zum Atmen.

Dein Tot hat uns fast umgebracht. Aber nur fast. Und so klammern wir uns an die letzte Erinnerung und werfen alles andere Weg.

Die letzte Verzweiflung und Wut und Trauer, die so lange als großer, böser Energie-Ball in uns war wird frei. Wir nehmen den Hammer zum Schlag bereit und zertrümmern deine Welt.

Es tut weh. Dich gehen zu lassen. Aber auch gut. Du darfst endlich gehn.

Und außerdem wirst du eh für immer als Stern im Himmel leben und mich beschützen.

080818

Das schöne an Sternschnuppen:

Du musst hin schauen, um sie zu sehen. Sie sind so schnell wieder weg.

Aber wenn du sie siehst, dann sind sie ewig am Himmel. Bevor sie für immer verglühen.

020818

In einem Jahr kann sich unendlich viel verändern. Das merke ich jetzt ganz deutlich, da ich mich darauf gefreut habe es genauso wie im Jahr zuvor zu machen. Aber es ist etwas verschoben und verzogen und nichtmehr am bekannten Platz. Und ich kann nur hoffen, dass es dennoch am richtigen Platz ist. Dass sich nur die Umstände geändert haben.

Ich hoffe alles ist gut.

LETZTE CHANCE

260718

Ich bin so hin und her gerissen.
Drum schrei ich nachts oft in mein Kissen.
Voll von Trauer, Hass und Einsamkeit
Und hoff so sehr, dass mich jemand befreit.

Dämonen-Herz und Feuer-Haut
Sind zu verdecken, damit keiner hin schaut.
Ich streife still durch Träumer-Welten
Und suche verzweifelt nach die letzten Helden.
Ich suche den Menschen, der mich befreit,
Den Fluch von mir löst. Denn es wird Zeit.
Weiß nicht, wie lange meine Seele noch lebt

Bevor sie im Höllenfeuer untergeht.

220718

Schon lange nichts mehr geschrieben. Es ist viel passiert.

Ich hab nen Freund gefunden. Er war schon länger da. Aber irgendwie auch nicht. Da war ne Entfernung zu überwinden. Aber ich wusste von anfang an, es würde sich lohnen. Und es hat sich gelohnt. Vollkommen. Ganz und gar.

Wie kann in so kurzer Zeit ein Mensch nur so vertraut werden? Ich würde ihm noch nichtes anvertrauen, doch weiß ich auch, dass er für mich da wäre. Ich könnte ihm somit alles anvertrauen. Ich will nur nicht.

Ich muss noch mit der Frage kämpfen, ob diese Freundschaft echt ist. Oder nicht. Meine Seite ist klar, aber seine? Zu groß ist noch die Angst, verlassen zu werden. Zurückgelassen, wie ein wertloser Brocken Dreck. Das muss noch vergehen.

Vielleicht vergeht es nie.

040718

Ich komme immer wieder darauf zurück. Ich erwische mich zu oft, wie ich diese Bilder immer wieder durch schaue. Auf der Suche nach mir selbst. Doch was ich suche liegt in der Zukunft und wo ich suche liegt in der Vergangenheit. So werde ich nie mals ans Ziel kommen. Aber es würde sich so verdammt gut anfühlen – dieses temporäre Fakeziel.

280618

Zu wissen, dass es nurnoch morgen ist. Es macht mich traurig. Und auch wenn es nur Arbeit ist. Da ist es nicht ’nur‘ Arbeit. Da sind Menschen, die mich begeistern. Die mich genauso mögen, wie ich sie. Und vielleicht liegt es auch an verboten-blauen Augen, aber das schlage ich mir schnell wieder aus dem Kopf. Das ist nich der Grund. Es ist mehr die Freiheit. Denke ich.

Die Möglichkeiten einer anderen Realität beunruhigen mich. Sehr.

Aber jetzt und heute ist nicht diese Realität und die Möglichkeit wird schon von vorne rein ausgeschlossen.

Also schlag dir das aus dem Kopf.

Und dennoch. Ich bin nicht nur bei den Augen aufgehoben, sondern füge mich ins Gefüge mit ein. Ich passe. Ich bin akzeptiert.

Mich fragt niemand. Was ich will. Das ist doch egal. Aber nach zwei Wochen das letzte Mal für immer….ich weiß, dass ich da ein bisschen länger bleiben wollen würde. Wirklich gerne. Lasst mich bleiben. Nehmt mich auf. Ihr lasst mich zumindest ein bisschen strahlen. Diese viel zu dunkle Seele.

270618

Ich will nicht, dass es mir schlechter geht. Aber es braucht so viel Kraft und je schlechter es wird, desto mehr Kraft bräuchte ich. Und desto weniger habe ich.